OMAR TA SATT ihr Lieben – lange mag ich schon meine Gedanken zum Wandel in der Ernährung aufschreiben und ich schaue mal, wie weit ich heute komme.

Ernährung … Nahrung … Lebensmittel … Genussmittel … für mich ist all dies ein Bereich, in dem  es genau genommen kein Falsch und kein Richtig gibt und doch gibt es aus meiner Sicht so etwas wie ein Bewusstsein für das, was wir unserem Körper als Nahrung geben. Ein Bewusstsein, dass aus sich heraus liebevoll zu uns spricht und uns fragt, was wir wirklich brauchen – was uns gut tut – ganz frei und unabhängig von dem, was der Mainstream uns so alles sagen und vorgeben möchte.

Ich selber ernähre mich nun schon viele Jahre vegetarisch und im Moment nähere ich mich immer mehr dem Veganen – Käse, Butter, Quark und Joghurt sind schon immer mehr Ausnahmen, doch die Milch im Kaffee ist immer noch die der Kühe. Honigbrote find ich auch noch lecker und wenn ich mich so in der Küche betrachte, dann darf es einfach sein. Einfach lecker, einfach in der Zubereitung und durchaus pur – wobei pur dann auch mit der Mixtur im Einklang sein darf … Smoothies aus verschiedensten Früchten mag ich so gerne und auch Salate mit Kräutern von den Wiesen und Waldrändern und gestern gab es hier zum ersten Mal eine WildkräuterSuppe, die uns echt zum Staunen gebracht hat. Einfach, weil sie so lecker war. Und einfach in der Zubereitung und einfach in der Entstehung … Löwenzahn, Girsch, Brennnessel, Bärlauch, ein wenig Frauenmantelblatt, ein wenig Spitzwegerich, ein wenig Walderdbeerblatt mit Zucchini und Tomate sowie Rucola kurz aufgekocht und dann mit Pfeffer, Salz und Muskatnus gewürzt. Und beim Essen haben wir auf den Wald und die Wiesen geschaut, von denen unsere Nahrung stammte. Wunderbar.

Bisher haben wir die Wildpflanzen mehr als Salate zubereitet. Gestern haben wir dann überlegt, ob wir Girsch undoder Brennnesseln nicht einmal wie Spinat zubereiten sollen … mal schauen.

Smoothies werden bei mir seit einiger Zeit von Blüten bereichert, die ich von den Morgenspaziergängen mit dem HundeKind mitbringe. Immer eine von einer BlütenSorte und je nach Spaziergang anders und auch von Wachstumswoche oder Vegetationswoche zu WachstumsVegetationsWoche im Fluss des Wandels der JahresZeit … mal bunt, mal fast einfarbig.

Für mich ist die Ernährung in der neuen Zeit eine natürliche Ernährung – die Natur gibt uns was wir brauchen und wir Menschen verarbeiten es direkt … wir verarbeiten es selber oder es wird ganz in unserer Nähe verarbeitet und wir tauschen.

So ist der Weg über das Vegetarische und Vegane für mich ein Weg in eine ganz einfache Ernährung, die uns dennoch erfüllt und doch viel viel viel weniger Raum einnimmt als heute … denn auch jetzt schön könnten und können wir uns von mit Energie aufgeladenem Wasser vollkommen ernähren – wir können unseren Körpern über energetische Informationen alles geben, was sie brauchen, um wunderschön, gesund und voller Lebenskraft zu sein. Dafür braucht es das Wissen um diese Energien, die Übung im Umgang mit ihnen – doch geht es und das sogar gut.

Ich gehe jetzt einmal mindestens vier Schritte oder 15 Jahre zurück. 

Es gab in meinem Leben damals Phase, in dem hatte ich einfach keine Lust mehr auf laufende, schnoddrige Kindernasen, Husten und Erkältungen oder Hautausschläge und ich habe mich gefragt, wie kann ich über die Ernährung unsere Gesundheit stabilisieren. 

In dieser Zeit habe ich viele viele Bücher gelesen und mich dann für eine Zeit der erhöhten Rohkost und auch der Trennkost entschieden.

Rohkost enthält einfach Leben – unberührt von Hitze und Verkochen. Und Trennkost macht es dem Magen leicht, Säuren und Basen als Säuren und Basen zu erkennen und zu verdauen. So gab es lange Zeit zum Frühstück frisches Obst und Nüsse, Mittags Brote mit Gemüse dazu und Abend entweder Nudeln Reis und Co mit Gemüse oder Eier, Käse, Quark und Co eben auch mit Gemüse. Datteln, Feigen, Rosinen und Co ersetzten den Süßkram und innerhalb von wenig Zeit gab es keine laufenden Kindernasen mehr, keinen Husten und keine Erkältungen. Alle waren voller Lebenskraft und Freude und ich weiß, dass ich in diesen Zeiten oft mit sehr sehr wenig Schlaf auskam und mich fast immer sehr wohl fühlte.

Wie es im Leben oft ist, schleichen sich in diesen so guten Phasen dann doch die auch weniger konsequenten Phasen ein bzw. durch Schule und Kindergarten „schwappt“ immer das „andere“ mit ins eigene Leben und je größer Kinder werden, desto öfter sagen sie auch mal „nein“ oder haben die Mittel, sich selber das zu kaufen, was Mutter nicht kauft. So gab es bei uns irgendwann wieder alles und doch war die Grundlage Rohkost mit vielen Salaten, Obst und Gemüse zum Knabbern geschaffen und auch ein Gefühl für „was passt wozu“. Und auf dieser Basis blieben und bleiben alle gesund und munter.

Irgendwann begannen die Kids dann den Weg in die eigene Küche und würde ich sie fragen, wie ihre Ernährung sich gestaltet würde mein Großer wohl antworten „ich bin ein Flexitarier – ich esse alles!“ Meine Große ernährt sich vegan und bereitet sich mit viel Liebe alles selber zu. Die Mittlere ernährt sich vegetarisch und liebt Obst und Gemüse. Und meine Jüngste ist das vegetarische Naschkätzchen unter den Kindern. Sie liebt das Süße in jeder Form und doch spürt sie oft, dass ihr Körper neben dem Süßen auch das Frische braucht und so kommen nach süßen Tagen bei ihr die fruchtigen und dann die nussigen. Was bei meiner Jüngsten schon immer interessant war: sie mag das Pure – alles, was gemixt und nicht mehr erkennbar ist, darf gerne ihrem Teller fernbleiben. Es sei denn, sie hat es selber kreiert und sie weiß, wie es entstanden ist.

Ich frage mich gerade, warum ich über meine Kinder schreibe. Vielleicht um zu zeigen, dass jeder Weg richtig gut ist und jedes Kind weiß, was es braucht – was ihm gut tut. Jedes MenschenKind … oder?

Ja … jedes Menschenkind, welches sich selber lernt zu spüren – welches sich löst von dem, was man so tut und was man so isst …