Da bin ich wieder – mit meinen Gedanken zu dieser Zeit und heute mit meinen Gedanken zum Thema Vertrauen versus Sich Trauen.

Jahrelang habe ich die Botschaften aus der geistigen Welt gehört, dass ich vertrauen soll – dass ich ihren Botschaften Glauben schenken soll – dass das Vertrauen die Basis jeder Entwicklung ist und ich habe vertraut, zugehört, geglaubt und das Vertrauen als Basis meiner Entwicklungen, als Basis meines Lebensweges willkommen geheißen.

Ja – das war eine ganz Weile so und ich lebte in meiner Welt und habe zugehört und vertraut und vertraut und zugehört und ich habe versucht zu tun und umzusetzen, was mir erzählt wurde. Und das sehr intensiv.

Ich war in einer Welt voller Glitzer – voller Engel und Meister, voller Botschaften und es war immer gut zu wissen, dass es bald neue Botschaften geben wird aus der geistigen Welt – Monat für Monat, Schritt für Schritt, manchmal auch Woche für Woche. Ich war wie in einem goldenen Käfig – mal auf Wolke sieben und mal am Boden zerstört. Ich hörte auch von anderen “nur das ist der Weg – das ist unser Weg – wir sind außerwählt!” Juchhu … das war was … eine interessante und spannende Zeit, in der in mir oft auch das Gefühl war, ich mache etwas verkehrt – denn ich konnte nicht alles mitfühlen, was mir vorgesetzt wurde – ich versuchte es, doch ab und zu wurde es anders in mir – ab und zu begann ich mich zu wundern und zu hinterfragen. Doch genau dann hieß es wieder “Vertraue!” – und ich war still.

Irgendwann habe ich mich getraut, zu hinterfragen und zu forschen, dass zu tun, was ich mein ganzes Leben schon immer wieder getan hatte: unbequem sein … mich trauen … hinschauen … aussprechen, was ich wahrnehme, für meine eigene Wahrheit einstehen … mit Fehler eingestehen … in meinem Fluss sein.

Heute bin ich immer weiter raus aus all diesen Verbindungen zu den Engel und Meistern und all denen, die ihre Botschaften überbringen. Ich komme wieder im Leben an. Ich bin mehr als je bei mir und traue mich, ich selber zu sein. Ich vertraue nicht mehr darauf, dass sich die Welten wandeln werden. Ich traue mich, meine Welt – meinen kleinen lebendigen Alltag liebevoller zu leben und die Liebe in ihm wachsen zu lassen. Ich bin dabei mehr denn je zu erfassen, wie groß dieser kleine lebendige Alltag eigentlich ist – wo die wahren, liebevollen Anbindungen an die geistigen Welten sind. Ich bin dabei mehr denn je zu erfassen, dass es dort, wo die Liebe beginnt keine Worte mehr gibt … ich spüre dieses einzigartige Fließen, dass mich erfüllt.

Ich traue mich wieder, die Dinge anzusprechen, die ich verändern möchte. Ich traue mich, mich selbst genau zu betrachten und zu erfühlen – mich zu erforschen und mich zu fragen, woher meine Angst, meine Aggression, mein Unmut kommt – mein Zorn … und dann zu lösen, was zu lösen ist.

Ich traue mich, zu meiner Wahrheit zu stehen – von meiner Wahrheit zu sprechen. Ich traue mich, ich selber zu sein. Ich traue mich, meinen Weg zu gehen – anstatt meinem Weg zu vertrauen. Ich traue mich, die Schöpferin genau dieses meines Weges zu sein. Ich traue mich, immer mehr all die Schleier zu erkennen und sie aufzuzeigen.

Und wenn ich an einem dieser trüben Tage in meinem Leben hocke und mir scheinbar die Decke auf den Kopf fällt, dann traue ich mich mich zu fragen, was ich tun kann, um die Sonne in mir wieder zu fühlen – das Lachen, die Liebe, die Freude – dann traue ich mich mich zu fragen, was ich tun kann, um die Decke sanft an ihrem Platz zu lassen.

Ich traue mich, meine Antworten in mir zu finden – meinen Geist sanft durch all die Decken zu stecken … ihn wandern zu lassen – um zu erkennen und zu erfahren, dass über den Wolken immer die Sonne scheint – ich mich immer mit ihr und ihrer Wärme, ihren liebevollen Strahlen verbinden kann und darf.

Ich traue mich, das Beste aus meinem Hier und Jetzt zu machen anstatt darauf zu vertrauen, dass alles gut wird. Wenn ich mich traue, meine Welt gut und guter werden zu lassen, wandelt sie sich.

Also – trau dich! Je mehr wir uns trauen – du und ich – desto mehr können wir ändern.