ist heute – zumindest bei mir. Schon ganz ganz lange trage ich den Wunsch in mir, mal von Zuhause bzw. von einem Parkplatz in der Nähe aus von unten bis oben den Weg den Wendelstein hinauf zu laufen und in den letzten Tagen hat sich dieser Wunsch vergrößert und vergrößert bis ich dann vorgestern beschlossen habe, dass heute der WunscherfüllungsTag ist.

Ja – und so bin ich dann durch das Gestern und das Vorgestern getappt und hab so meine Gedanken gehabt, wie es wohl werden wird … all die Stunden den Berg hinauf – bis heute früh Regen und viele viele Wolken und dann ein mir noch unbekannter Weg … ob mein Hundekind den Weg schaffen wird – und ich auch?

Doch Fragen stellen nützt nix, wenn das Herz schon vor Freude hüpft und das innere Kind gleich mit im Takt des Herzschlages.

Da werden alle Fragen bei Seite geräumt und mit den Fragen auch gleich die Regenwolken … sechs Uhr Regen macht sieben Uhr erste Anzeichen von Sonnenschein und blauem Himmel und um neun siehts dann aus wie links auf dem Bild … und wenn du dann durch die Bäume hindurch den Weg in die Anderswelt findest bzw. sie sich dir öffnen, ja dann beginnen Wege fast wie die von Gleis 9 3/4 aus … mystisch, magisch und voller Zauber.

Mystisch magische Wege – fast außerhalb von Raum und Zeit – fast ohne Anstrengung, denn in Gedanken wandele ich die ganze Zeit durch einen wunderschönen Park, dessen Wege immer eben sind.

So sind wir den Berg fast hinaufgeflogen … so erfreut davon, dass der Wasserfall, der von der Bergbahn aus zu sehen ist ganz direkt am Wegesrand liegt. Und dann, zwei drei Wegkurven hinter dem Wasserfall öffnet sich eine Hocheben, welche von schönerem Herbstzauber gar nicht sein könnte.

Wie schön es hier wohl im Frühjahr sein mag – und im Sommer – und erst in der Zeit, in der all die Naturwesen die dort zuhause sind wieder für das menschliche Auge sichtbar sind – und all die Lichtbögen, die die Anderswelt schmücken …

So sind wir weiter … leicht und voller Freude höher und höher und noch höher … neun Kilometer Weg den Berg hoch und dabei rund 1300 Meter in die Höhe. Immer schön in der Morgensonne, die noch so gerade eben über die Berggipfel schauen kann.

Naja – und da die Sonne im Moment immer noch mehr glüht als nur scheint, war ich auch froh, dass es wunderschöne Wegstrecken durch Nadelwälder dort oben gibt – bis sie dann aufhören und die Landschaft aus Fels und Wiese zu bestehen beginnt. 

Hm … oben angekommen hat uns der Wind überrascht … war er doch auf dem Weg hoch gar nicht unser Gefährte, war er oben rund um den Gipfel ganz schön eifrig bei der Sache und so hab ich dann beschlossen, recht schnell von oben wieder hinunter zu laufen … die Sonne und die Ruhe auf dem Weg ins Tal zu genießen anstatt dem Windkind das Zerzausen zu erlauben.

Bei den magischen Bäumen und beim Wasserfall haben wir dann Rast gemacht – gemütlich in der warmen Sonne und in der Stille. Über uns haben sich die Wolken in sanften Nebeln den Berg Richtung oben bewegt und im Wind und im Sonnenschein getanzt. Oft kamen sie mir wir Wolkendrachen vor.

Ich bin mir fast sicher, den Weg werde ich noch öfter mal gehen … nicht bis ganz oben auf den Wendelsteingipfel … erst einmal bis in das magische Tal hinein, in dem Steinriesen liegen um die herum es so wundersam lebendig ist.

Und dann werde ich den Wasserfall mit all seinen Naturwesen noch einmal besuchen und mich an den Wegesrand setzen, die Beine in die Schlucht hinein baumeln lassen und die Felsen beobachten. Und sicher werde ich dann bis zu der Hochebene weiterwandern, auf der “nur noch” das Gras wächst … von dort aus gibt es sicher einen ganz anderen Weg wieder hinunter ins Tal.

Ich glaub, eines ist hilfreich bei so viel WanderVorhaben … immer schön durch das magische BaumWächterTor auf den Weg gehen … den Zauber einladen und wenn er da ist wird’s mehr als zauberschön!