OMAR TA SATT ihr Lieben alle – ich wollte euch doch nach meiner Reise weitere Bilder vorstellen, doch wie so oft kommt es anders als geplant und so bin ich gerade viel viel draußen und staune immer wieder über all das, was sich zeigt.

Heute früh war das Farbspiel des Himmels wundervoll und einzigartig – ein Leuchten, welches sich für Minuten zeigt und dann erlischt wie “Schalter ein – Licht da” und dann “Schalter aus” … Alltag, auch du bist schön.

Der auf dem Bild schon sichtbar aufsteigende Nebel war eine VierelStunde später so dicht, dass kein Berg mehr zu sehen war und einige Stunden später haben mein Hundekind und ich ihn dann unter uns gelassen und der Sonne entgegen gelacht.

Mystisch und magisch wird es dann, wenn ich erleben darf, wie sich die Sonne fast wie nur für mich zeigt, die Nebel sich absenken und dann, wenn ich zurück ins Tal kehre sich auch der Gipfel wieder vom Nebel umhüllen lässt.

Ich liebe diesen Zauber und gerade die Augenblicke, in denen Licht und Nebel zusammenfließen. 

Und genauso schön wie dieses Zusammenfließen ist das Farbenspiel der Natur. Gestern war so ein ZauberTag.

Das Blau des Himmels ein wenig blauer.

Das Gelb der Blätter ein wenig strahlender. Das Grün grüner und der Glanz von allem was ist glänzender.

Da könnte ich ewiglich draußen verweilen und mich an so vielem erfreuen, was dort einfach ist und strahlt. Wege zeigen sich wie Tore in andere Welten hinein … oder nehme ich die Tore zu anderen Welten dann auf einmal einfach wahr? Das frag ich mich gerade.

Hm – wie wäre es, diesem Weg einfach mal nun mit geschlossenen Augen zu folgen. Ich bin mir sicher, er trägt Überraschungen in sich …

Die Felsen unter ihm tragen manches Geheimnis … und dieses folgende Bild ist auch sooo schön – oder? 

Das sind die Felsen, auf denen die Bäume wachsen … oh ja … Bäume und Felsen sind wunderbare Freunde und ihre Symbiosen oft einzigartig.

Hm – ja – was gerade auch einzigartig ist, ist der Herbst draußen, der auch noch Sommer ist und schon den Frühling in sich trägt.

Was da wohl der Winter machen wird … 

Hier unten im Tag wachsen die Blumen noch immer – ob wild oder in den Gärten. Es ist ein Farbenmeer und eine Blütenpracht und die Knospenkinder wachsen in den KnospenKindergärten fleißig weiter heran – von Ruhe und Stillstand keine Spur.

Die drei hier wachsen auf 1400 Meter Höhe in den Almwiesen des Brünnsteins. Warm ist es dort noch immer – warm, windstill und ruhig – tiefer Frieden. NovemberWanderungen im T-Shirt … Sitzen auf dem sonnenüberfluteten Gipfel ganz alleine … Freiheit pur.

Da ahne ich, was es bedeutet, in einer neuen Welt zu leben … ich kann es fühlen und mit in meinen Alltag nehmen. Daran denken, wenn der Alltag mal wieder anders möchte als ich – oder andersrum … 

Naja … in den letzten Tagen hab ich ab und an gedacht “Holla die Waldfee – was ist das jetzt, ich glaub jetzt schlägt’s 13!” ja – und je mehr ich drüber nachgedacht hab, reingefühlt und gelernt hab, desto mehr hab ich begriffen, dass es wirklich 13 geschlagen hat … 12 … volle Stunde … fertig und etwas Neues beginnt. Doch das Neue beginnt in mir … und es schlüpft wie ein Küken aus dem Ei … knacks und kracks … 

“Vom Donner gerührt sein” hat mich auch begleitet … und dann hab ich geschaut, was für mich hinter diesen Worten steht. Vom Donner gerührt werden … da bleibt nichts wie es war. Wenn der Donner kommt und rührt, dann vermischen sich alle Zutaten zu einem himmlischen Teig und diesen kann ich formen – ihm eine Form geben. Etwas aus ihm machen. Also lass ich mich in Zukunft gerne mal vom Donner rühren … Jetzt hab ich den Herbstzauber ein wenig aus der Sicht gelassen. Sowas auch wieder. Dann hol ich noch ein ZauberBild her und dann bin ich für heute still …